Nord-Baumfällungen

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Warum Baumschutz?

Quelle: Willkommen auf der Info-Seite zum Baumschutz in Flensburg

Bäume sind für die Menschen lebenswichtig, denn sie wandeln das von uns produzierte Kohlendioxid, das beispielsweise durch Atmung oder Autoabgase entsteht, in Sauerstoff um. In einer Großstadt mit dichter Bebauung, starkem Verkehr und vielen Einwohnern auf engem Raum übernehmen Bäume eine besonders wichtige Funktion für ein gesundes Klima. Ein Großbaum kann an einem einzigen Tag den täglichen Kohlendioxidanfall von zweieinhalb Einfamilienhäusern aufnehmen. Gleichzeitig produziert er in dieser Zeit den Sauerstoffbedarf für zehn Personen. Natürlich haben Bäume auch eine besondere Bedeutung für das Ortsbild. Bäume und Sträucher beherbergen zudem eine reichhaltige Tierwelt. Hier liegt die Kinderstube unzähliger Insekten und Spinnentiere, die Nahrung für zahlreiche Vögel sind. Sie binden Staub und Feuchtigkeit, bieten Schatten und Wind-schutz, senken im Sommer die Umgebungstemperatur durch Verdunstung, sichern den Boden und die Talhänge Flensburgs vor Erosion und und und...

In Flensburg besteht bereits seit dem 08.11.1979 eine Baumschutzsatzung. Die Stadt Flensburg hat nach Beschlussfassung durch ihre Ratsversammlung vom 27.05.2004 die aktuelle Satzung zum Schutz der Bäume in der Stadt Flensburg auf Grundlage des Landesnaturschutzgesetzes Schleswig-Holstein erlassen (Baumschutzsatzung).

Ziel der Satzung ist es, den Baumbestand ab einer bestimmten Größe im gesamten Stadtgebiet Flensburgs unter Schutz zu stellen und ihn langfristig zu sichern.

Sie können die Satzung hier als pdf-Datei herunterladen. (dafür ist das Programm Acrobat Reader erforderlich, das Sie hier kostenlos herunterladen können)

Weiterhin finden Sie hier

•Das Wichtigste aus der Satzung
•Tipps und Infos zur Baumpflege
•Service
•Ansprechpartner

Das Wichtigste aus der Satzung:

•Die Satzung schützt alle auf dem Gebiet der Stadt Flensburg stehenden

•Laubbäume, die in 100 cm Höhe über dem Erdboden einen Stammumfang von mehr als 80 cm haben, •Nadelbäume, die in 100 cm Höhe über dem Erdboden einen Stammumfang von mehr als 100 cm haben, •Bäume, deren Kronenansatz unterhalb der Höhe von 100 cm über dem Erdboden liegt und deren Stammumfang unmittelbar an der Ansatzstelle mehr als 80 cm bei Laubbäumen bzw. mehr als 100 cm bei Nadelbäumen beträgt, •mehrstämmigen Laub- und Nadelbäume mit mindestens einem Stämmling mit einem Stammumfang von mehr als 80 cm, gemessen in 100 cm Höhe über dem Erdboden bzw. unterhalb des Kronenansatzes, •Ersatzbäume, d. h. Bäume, die Ersatzpflanzungen für bereits entnommene geschützte Bäume sind, auch wenn sie einen geringeren Umfang als oben genannt aufweisen.

•Es ist verboten, geschützte Bäume zu beseitigen, zu zerstören, zu schädigen oder ihre Gestalt zu verändern.

Schädigungen im Sinne der Baumschutzsatzung sind Einwirkungen im Wurzel-, Stamm- oder Kronenbereich eines Baumes, die zum Absterben des Baumes führen oder dessen Lebensfähigkeit oder weiteres Wachstum beeinträchtigen können.

Eine Veränderung im Sinne der Baumschutzsatzung liegt vor, wenn an geschützten Bäumen Eingriffe vorgenommen werden, die das charakteristische arteigene Aussehen erheblich beeinträchtigen oder verunstalten (§ 4).

•Ausnahmen und Befreiungen können nach Maßgabe der Satzung erteilt werden und sind mit der Verpflichtung verbunden, eine angemessene und zumutbare Ersatzpflanzung vorzunehmen, zu pflegen und dauerhaft zu erhalten (§ 7 Abs. 1 und § 8 Abs.1).

•Ersatzpflanzungen sind, wenn nichts anderes bestimmt wird, innerhalb eines Jahres nach der Erteilung der Ausnahmeerlaubnis oder der Befreiung vorzunehmen, spätestens jedoch ein Jahr nach der Fällung. Die Durchführung der Ersatzpflanzung ist formlos mitzuteilen (§ 8 Abs. 4).

Die Baumschutzsatzung gilt nicht für
•Bäume in Baumschulen, Gärtnereien und Obstanlagen, die erwerbsgärtnerischen Zwecken dienen,
•Bäume in Baumschulen, Gärtnereien und Obstanlagen, die erwerbsgärtnerischen Zwecken dienen,
•Obstbäume, ausgenommen Esskastanie und Walnussbäume,
•Bäume in Kleingartenparzellen in Dauerkleingärten (§ 1 Abs. 1 und 3 Bundeskleingartengesetz). Bäume auf Gemeinschaftsflächen in Dauerkleingärten sind geschützt, soweit sie die entsprechenden Abmessungen aufweisen.
•Naturdenkmale; hier gilt die Stadtverordnung zur Sicherung von Naturdenkmalen vom 22.02.1982.
•Bäume, die Bestandteil eines Waldes sind (Landeswaldgesetz),
•Bäume, die im Zusammenhang mit der rechtmäßigen Ausübung eines Baurechtes beeinträchtigt bzw. gefällt werden müssen,
•Bäume auf Friedhöfen, soweit sie im Zusammenhang mit notwendigen Erdarbeiten beeinträchtigt oder gefällt werden müssen,
•Bäume in Knicks (vgl. Knickerlass). Weitere Angaben, insbesondere zu Ausnahmen und Befreiungen von den Verboten entnehmen Sie bitte der Baumschutzsatzung! nach oben

Tipps und Infos zur Baumpflege
•Bevor Sie Eingriffe an der Krone oder im Wurzelbereich geschützter Bäume durchführen, beantragen Sie bitte eine Genehmigung bei Ihrem → Ansprechpartner in der Abteilung 4.2 Natur- und Umweltschutz.

•Beauftragen Sie möglichst Firmen mit der Pflege Ihres Baumbestandes, die Baumpflegemaßnahmen nach dem Regelwerk ZTV-Baumpflege (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Baumpflege) durchführen. Darin wird u.a. beschrieben, was als fachgerechte Maßnahme zu bezeichnen ist. Dann können Sie sicher sein, eine fachgerechte und baumschonende Ausführung baumpflegerischer Arbeiten zu erlangen. •Starkastschnitte mit Durchmessern größer als 10 cm sind zu vermeiden. Je dicker der zu schneidende Ast, desto größer die Wunde. Schnittflächen > 10 cm bergen ein erhöhtes Risiko von Faulungen durch Pilzbefall, der sich erst nach Jahren zeigt. Bereiche unterhalb der Schnittstelle sterben ab. Letztlich wird die Bruch- und Standsicherheit des Baumes gefährdet! Starkäste dürfen nur in begründeten Einzelfällen fachgerecht entnommen werden! Keine Starkastschnitte direkt am Stamm! •Kappen Sie nie die Krone! Kronenumfang und Umfang des Wurzelbereiches bedingen sich gegenseitig. Wird die Krone stark zurückgeschnitten, sterben Teile des Wurzelwerkes ab. Gleichzeitig setzen dem Baum ober- und unterirdisch Pilze an den Wunden zu, die zur Fäulnis / Holzzersetzung führen. Die schnell wachsenden neuen Triebe wirken wie Hebel am durch Schnittwunden geschwächten Baum und sind zudem nur in den äußeren Jahresringen verankert. Aufgrund ihres zunehmenden Gewichtes belasten sie deshalb verstärkt den Baum und können zum Ausbrechen von Baumteilen führen. So wird der Baum zur Gefahr!
•Auch nach Baumpflegemaßnahmen soll die jeweilige baumarttypische Kronenform erhalten bleiben.
•Versiegeln Sie den Boden im Wurzelbereich eines Baumes nicht mit wasserundurchlässigen Materialien wie Asphalt, Beton o. ä..
•Belasten Sie den Wurzelbereich nicht durch Abgrabungen, Ausschachtungen, Aufschüttungen, Auf- und Abspülungen.
•Achten Sie bei Dünge- oder Pflanzenschutzmitteleinsatz auf sachgemäße Anwendung.
•Schädigen Sie den Baum nicht durch Öle, Abwasser oder andere beeinträchtigende Stoffe.
•Setzen Sie den Baum nicht schädigenden Gasen aus Leitungen oder Tankanlagen aus. Neben der Beseitigung, Zerstörung oder Schädigung eines geschützten Baumes ist es verboten, einen Baum in seiner charakteristischen, arteigenen Gestalt zu verändern oder zu verunstalten. Ist diese Veränderung oder Verunstaltung erheblich, muss – wie auch bei der Beseitigung – eine Ersatzpflanzung erfolgen (§ 9 Abs. 1 der Baumschutzsatzung).
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Service Das Antragsformular für das Fällen eines geschützten Baumes bzw. zur Durchführung von Schnittmaßnahmen an geschützten Bäumen finden Sie hier .
Weitere Informationen rund um den Baum erhalten Sie auf den folgenden Internetseiten:

www.baumpflege-lexikon.de

www.baumpflege-online.de

www.baeumeundrecht.de


Ansprechpartner
Jörn Hinze
Sprechzeiten: Di. (telefonisch) und Do.- Nachmittag, 14:00 – 17:30.
0461/85-1253
hinze.joern@stadt.flensburg.de

Oliver Fritzsche
0461/85-2284
fritzsche.oliver@stadt.flensburg.de

Ralf Neuendorf
0461/85-2198
neuendorf.ralf@stadt.flensburg.de

Baumschutz / Untere Naturschutzbehörde im
Fachbereich 4.2 Natur- und Umweltschutz
Technisches Rathaus / Am Pferdewasser 14
24931 Flensburg